Architektur und Ambiente
Die ehemalige Tabakfabrik beeindruckt durch Eleganz und Leichtigkeit. Dem Architektenteam rund um Reinhard Gallister ist es gelungen, die Ästhetik der ursprünglichen Architektur zu bewahren und durch moderne Akzente behutsam zu bereichern.
Herausragendes Merkmal der Kulturfabrik Hainburg ist die spektakuläre Glasterrasse zur Donau hin, die über einen ebenfalls verglasten Panoramaaufzug von der Donaulände aus zu erreichen ist. Kernbereich ist ein überdachter Wintergarten, der einen phantastischen Ausblick über der Donau gewährt. Von hier aus können die Besucher einen der schönsten Ausblicke auf den Nationalpark Donau-Auen erleben und sich nebenbei dank multimedialer Installationen über das Leben im Nationalpark informieren.
Die Glasterrasse kontrastiert als weithin sichtbarer Akzent die formale Architektur des Industriebaus - ein selbstbewusstes Zeichen für den Aufbruch in die Zukunft.
Die Räume sind großzügig, konsequent funktionell und von schlichter Schönheit. Gusseiserne Säulenkolonnaden durchziehen die ehemaligen Werkshallen, sie erinnern an die feingliedrigen Trägerelemente, die die Tragflächen eines Doppeldeckers verbinden. Verspielte Details wie die fein gearbeiteten Säulenkapitelle stehen im Gegensatz zur reduzierten Klarheit der Räume.
Die Brücke zur Mittelalteralterstadt Hainburg schlägt ein großzügig angelegter Platz, der die Leichtigkeit der Architektur nach außen trägt. Der Platz ist in drei Terrassen gegliedert und soll vor allem eines sein – ein Schauplatz für stimmungsvolle Veranstaltungen und ein Treffpunkt für Begegnungen im öffentlichen Raum, wie dies etwa mit dem Museumsquartier in Wien äußerst erfolgreich umgesetzt wird.
